Trends 2026
Insgesamt lassen sich für 2026 acht große Trends feststellen.
- Energieeffizientes Wohnen & Nachhaltigkeit
- Durchsetzung von gemeinsamer Kommunikationssprache großer Hersteller
- Einsatz von KI zur Optimierung des persönlichen Smart Home Systems
- Ganzheitliche Smart Home Ökosysteme
- Smarte Sicherheitssysteme
- Monitoring von Energiebilanzen & Smart Metering
- Weiterentwicklung von smarten Haushaltsgeräten der nächsten Generation
- Ambient Assisted Living (AAL)
1. Energieeffizientes Wohnen & Nachhaltigkeit
Der Trend energieeffizientes Wohnen wird sich im Jahr 2026 wahrscheinlich weiter fortführen. Für diesen Trend sprechen sowohl wirtschaftlich als auch ökologische Gründe.
Laut dem Hersteller KNX können durch den Einsatz von intelligenten System im Wohn- und Haushaltsbereich bis zu 30 % der Energiekosten gesenkt werden.
2. Voranschreiten einer gemeinsamer Kommunikationssprache
Der Kommunikationsstandard Matter wird zum Austausch von Daten zwischen Geräten und Systemen unterschiedlicher Hersteller verwendet. Eine große Entwicklergemeinschaft hat diesen Standard auf Open Source Basis vorangetrieben der auf eine Initiative von „Amazon, Apple, Comcast, Google, SmartThings“ und vielen weiteren Hersteller zurückgeht. Wie beispielsweise auch auf der Seite von bosch-smarthome.com zu lesen ist, gilt er als der neue Smart Home Standard.
3. Einsatz von KI zur Optimierung des persönlichen Smart Home Systems
Moderne Smart Home Systeme lernen mithilfe von KI hinzu. Durch die Sammlung von Daten aus dem täglichen Alltag (die Seite von Smart Home Wizards weist hier auf über 10000 Punkte hin), die von modernen Smart Home abgegriffen werden und zu Trainingszwecken verwendet werden, damit die künstliche Intelligenz auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt ist, sollen die Systeme noch weiter automatisiert werden, sodass noch weniger manuelle Eingriffe von Nöten sind.
4. Ganzheitliches Smart Home Ökosystem
Unter ganzheitlichen Smart Home Ökosystemen werden Gesamtlösungen verstanden, die nahezu alle smarte Komponenten und Geräte in ein zentral verwaltbares System einbinden können.
Die folgenden Beispielssysteme unterstützen Matter, sodass sich ein breites Spektrum an Geräten in das Smart Home Netzwerk einbinden lässt:
- Apple Home (Eine Anleitung zum Einstieg in das System findest du bspw. auf der Webseite von smartgeber)
- Amazon Alexa (Unterstützung zur Einrichtung von Matter findest du in der Entwickler Dokumentation developer documentation)
- Google Home
5. Smarte Sicherheitssysteme
Smarte Sicherheitssysteme lassen sich ebenso wie andere intelligente Geräte in das Smart Home System integrieren.
Beispiele hierfür sind:
- Ring von Amazon (ist primär auf die Videoüberwachung ausgerichtet, es lassen sich allerdings auch Bewegungsmelder und andere Sensoren einbinden, sodass es sich einfach zu einem modernen Alarmsystem erweitern lässt)
- Sicherheitsgeräte im Bosch Smart Home System (hier lässt sich eine ganze Palette von Geräten einbinden. Von smarten Tür- und Fensterkontakten über, Bewegungsmelder bis hin zu Rauchwarnmelder)
- Sichereitsgeräte von Abus (lassen ebenso eine Integration von Google Home und dem Sprachassistent Alexa von Amazon zu)
6. Monitoring von Energiebilanzen & Smart Metering
Beim Monitoring von Energiebilanzen ist derzeit vor allem eine Echtzeiterfassung im Trend, das bedeutet, dass der aktuelle Verbrauch von Geräten gemessen an der Leistung (z. B. in Watt) Systeminhabern angezeigt werden kann.
Ein weiterer Trend in diesem Bereich, der immer mehr zur Geltung kommt, ist die Auswertung der Energiebilanzen mithilfe von künstlicher Intelligenz, sodass Einsparpotenziale einfacher erkannt werden und weniger elektrische Leistung verbraucht wird, sodass der Stromverbrauch gesenkt wird und Geld eingespart werden kann.
Typische Hersteller, die in diesem Bereich sind z. B.:
- E3/DC
- SolarEdge
- Bosch Smart Home
- SMA (Sunny Home Manager)
7. Weiterentwicklung von smarten Haushaltsgeräten der nächsten Generation
Die Weiterentwicklung von smarten Homegeräten erfolgt rasant. Aktuelle Trends liegen hierbei bspw. bei:
- Kühlschränken mit Innenkamera und KI (die unter anderem Lebensmittel erkennen können und Rezepte vorschlagen oder dem Benutzer eine Aufzählung von aktuellen Lebensmitteln in ihrem Kühlschrank geben können)
- KI gestützte Bodenreinigung mit Saug- und Wischrobotern (diese können die Verunreinigung erkennen und entscheiden, ob sie diese intelligent umfahren, wenn ein Überfahren einen größeren Schaden oder eine größere Verunreinigung anrichten würde und den Benutzer gleichzeitig informieren, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Bodenreinigung gab)
- Trockner und Waschmaschinen mit KI (ermöglicht die Vorhersage zu Wartungsintervallen und kann Daten von anderen Smart Home Geräten nutzen wie bspw. Energiemonitoring Systeme, sodass die großen Verbraucher in einem energieoptimierten Programm z. B. nur angeschaltet werden, wenn die Sonne scheint, damit PV-Anlagennutzer ihren eigenerzeugten Strom am besten nutzen können.
8. Ambient Assisted Living (AAL)
Ambient Assisted Living sind zu Deutsch Systeme, die Menschen im Alltag unterstützen. Ähnlich wie Assistenzsysteme in einem Auto können sie auf Gefahren hinweisen, Tipps und Empfehlungen geben und im Notfall einen Alarm auslösen.
Die Technik bietet sich für alle Altersgruppen an und ist besonders gut auch für ältere Menschen geeignet, die noch lange zuhause leben wollen. Mit der Technik kann der Anwender über:
- seine medizinischen Vitaldaten informiert werden,
- es können Erinnerungssysteme eingerichtet werden (z. B. für die Tabletteneinnahme)
- Hinweis- oder Warnsysteme (z. B. das eine Herdplatte noch eingeschaltet ist oder noch eine Tür oder ein Fenster geöffnet ist)
Durch die Masse an neuen smarten Geräten lässt sich eine breite Masse an Daten erfassen, sodass nahezu Daten von jedem Lebensbereich erhoben werden können.
Ein Vorteil liegt hierbei vor allem dabei, dass diese Informationen, die von den Systemen weitergeleitet werden, dem Anwender ein Gefühl von Sicherheit vermitteln können und ihn auf Verbesserungen hinweisen können.
Ein Nachteil, der hierbei für Menschen bestehen könnte, die ihre Daten ungerne teilen, ist, dass der Mensch, der diese Systeme nutzt immer gläserner wird, da Profile erstellt werden.